Das Gefühl von juckenden Hautstellen kennt wahrscheinlich jeder von uns. Jedoch nimmt ein herkömmlicher Juckreiz nach einer gewissen Zeit wieder ab und tritt vor allem nicht in regelmäßigen Abständen auf, sodass unser Alltag dadurch eingeschränkt wird. Bei einer Schuppenflechte ist das anders. Betroffene leiden unter trockenen juckenden Hautstellen, welche sich nur schwer beruhigen lassen. Um die Krankheit zu behandeln, greifen Ärzte meist zu kortisonhaltigen Medikamenten, die mit einer Reihe von Nebenwirkungen in Verbindung stehen. Mit CBD könnte jedoch eine geeignete Alternative gefunden sein, welche die Haut beruhigt, wobei bei richtiger Anwendung kaum Nebenwirkungen entstehen.

Schuppenflechte, was ist das?

Ärzte beschreiben die Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris) als entzündliche Hautkrankheit, welche jedoch nicht ansteckend ist. Die Symptome der Krankheit treten schubweise auf, währende die Ursache genetisch bedingt ist. Bei Kindern, von Eltern, welche unter Schuppenflechte leiden, ist die Chance ebenfalls daran zu erkranken also höher als bei Kindern mit gesunden Eltern. Es ist jedoch nicht zwingend, dass die Krankheit bei jedem ausbricht. Oft sind es bestimmte Umwelteinflüsse bzw. Trigger-Faktor, welche letztendlich zum Ausbruch der Schuppenflechte führen. Darüber hinaus zählt die (Psoriasis vulgaris) zu den systematischen Autoimmunerkrankungen. Das heißt, die Krankheit kann sich sowohl äußerlich auf der Haut als auch innerlich über Organe oder Gelenke auswirken. Im Grunde sind die Symptome der Schuppenflechte eine Schutzreaktion des Körpers. Bei Hautverletzungen beispielsweise reagiert das Immunsystem, indem Entzündungsreaktionen ausgelöst werden, um den Körper vor Bakterien und Viren zu schützen. Ist diese Funktion, wie bei einer Schuppenflechte allerdings gestört, werden diese Prozesse vermehrt ausgelöst und beschleunigt, wodurch der Körper ständig neue Hautzellen produziert. Bei gesunden Menschen erneuert sich die Haut im Normalfall innerhalb von 4 Wochen. Bei Patienten mit Psoriasis vulgaris sind es allerdings nur drei bis 4 Tage.

So gehen die Ärzte vor

Um festzustellen, ob ein Patient von einer Schuppenflechte betroffen ist, nimmt der Arzt zunächst eine Hautprobe. Diese gibt Aufschluss darüber, inwieweit die Haut an der obersten Hautschicht verhornt ist. Im Falle einer Psoriasis vulgaris wird im Anschluss dann zu verschiedenen Therapiemöglichkeiten gegriffen. So gibt es unterschiedliche Salben und Cremes, Tabletten oder Lichttherapien, um die Symptome der Krankheit zu lindern. In den Cremes befindet sich in den meisten Fällen der Wirkstoff Kortison, welcher entzündungshemmend wirkt und die Vermehrung der Hautzellen reduziert. Wegen der Nebenwirkungen ist es jedoch nicht empfohlen, kortisonhaltige Cremes für eine langfristige Behandlung zu verwenden. Kortison dient eher der akuten Behandlung im Falle eines Schubes. Darüber hinaus greifen Ärzte gerne zu Präparaten mit Salicylsäure oder Harnstoff, da diese ebenfalls entzündungshemmend wirken. Bei schweren Fällen von Schuppenflechte ist es sogar möglich, dass der Arzt Injektionen oder Infusionen mit beispielsweise Retinoide oder Biologika verabreicht.

Schuppenflechte und das Endocannabinoid-System

Wenn es um die Regulierungsmechanismen in unserem Körper geht, spielt das Endocannabinoid-System eine zentrale Rolle. So besteht das Endocannabinoid-System aus verschiedenen Rezeptoren (CB1 und CB2-Rezeptoren), welche sich überall in unserem Organismus verteilen. Diese Rezeptoren sind dafür verantwortlich, unseren Körper mit seinen Funktionen zu regulieren. So wird beispielsweise auch das Immunsystem von den Rezeptoren reguliert, welches, wie wir wissen, eine wichtige Rolle bei der Entstehung der Schuppenflechte spielt. Um die Rezeptoren bei ihrer Arbeit zu unterstützen, können Cannabinoide, wie beispielsweise CBD (Cannabidiol) eingenommen werden, um gewisse Prozesse im System zu aktivieren. Forscher haben jetzt herausgefunden, dass auch die Haut in direkter Verbindung mit dem Endocannabinoid-System steht. So können Betroffene, CBD sowohl über die äußerliche Anwendung als auch über die innerliche Anwendung aufnehmen, um ihre Symptome zu lindern. Ärzte gehen davon aus, dass ein Ungleichgewicht des Endocannabinoid-Systems mitverantwortlich für die Entstehung einer Schuppenflechte ist. Cannabidiol kann jedoch dabei helfen, diese mangelnde Balance wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

CBD bei Schuppenflechte – so wirkt das Cannabinoid

Zahlreiche Studienhaben bereits belegt, dass CBD an den Rezeptoren in unserem Endocannabinoid-System andockt und von dort aus auf unseren Körper wirkt. Cannabidiol wirkt entzündungshemmend und beruhigend, während CBD-Öl oder eine CBD-Creme die Haut mit ausreichend Feuchtigkeit versorgt. Durch die beruhigende Wirkung des Cannabinoids lässt der Juckreiz stark nach, was sich positiv auf die offenen Stellen und die damit verbundenen Entzündungen auswirkt. Durch die ungesättigten Fettsäuren, welche sich im CBD-Öl befinden, wird der Anteil an Fettsäuren in der Oberhaut erhöht, was dazu führt, dass das vorhandene Ungleichgewicht wieder ausgeglichen wird. Insbesondere die beiden Fettsäuren Dihomogammalinolensäure und Eicosapentaensäure, welche sich in dem Öl befinden, verfügen über ein enormes medizinisches Potenzial, wenn es um die Behandlung einer Schuppenflechte geht.

CBD-Cremes eignen sich ebenfalls, um die Symptome der Schuppenflechte zu lindern. Hierbei sollte allerdings darauf geachtet werden, dass die Cremes über natürliche Inhaltsstoffe wie Aloe vera oder Bienenwachs verfügen. Auf chemische Zusätze sollte auf jeden Fall verzichtet werden, da diese die Haut nur zusätzlich reizen können.

Die Vorteile von CBD bei Schuppenflechte im Überblick:

  • CBD wird von der Haut leicht absorbiert
  • CBD ist nicht toxisch
  • CBD wirkt entzündungshemmend
  • CBD verfügt über antioxidative Eigenschaften
  • CBD reduziert die Bildung von Mastzellen und Histamin
  • CBD schützt vor UV-Strahlen
  • CBD wirkt beruhigend

CBD bei Schuppenflechte – gibt es Nebenwirkungen?

In Bezug auf die äußerliche Anwendung von CBD auf die Haut, sind derzeit keine Nebenwirkungen bekannt. Wird Cannabidiol innerlich angewendet, kann es jedoch sein, dass bei falscher Dosierung und Anwendung folgende Nebenwirkungen auftretet:

  • Schläfrigkeit
  • trockener Mund
  • Appetitlosigkeit
  • niedriger Blutdruck

Diese Nebenwirkungen sind aber keineswegs gefährlich und es sind bisher auch keine Fälle bekannt, in denen sich die Anwendung von CBD negativ auf die Gesundheit ausgewirkt hat.

Dadurch, dass Cannabidiol nicht toxisch ist, kann auch hinsichtlich der Dosierung nichts falsch gemacht werden. Sollten andere Medikamente eingenommen werden, sollte vor der Einnahme von CBD jedoch Rücksprache mit dem zu behandelnden Arzt gehalten werden, da CBD die Wirkungen von manchen Medikamenten aufheben oder verstärken kann.

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