Diabetes Mellitus – auch als Zuckerkrankheit bekannt – ist eine chronische Stoffwechselerkrankung. Diese wird oft durch eine Ernährungsweise ausgelöst, bei der zu viele Kohlenhydrate die Bauchspeicheldrüse überlasten. Es kommt deswegen zu einer Hyperglykämie.
Die im Blut angesammelte Menge an Glukose ist zu hoch. Der Gegenspieler der Glukose, das Insulin, wird von der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttet. Diese ermüdet unter ständiger Überlastung. Bei einer Diabetes-Diagnose drohen schwere Folgeerscheinungen an verschiedenen Organen. Es stellt sich die Frage wie CBD bei Diabetes und den damit verbundenen Gesundheitlichen Beschwerden unterstützend helfen kann.

  1. Was unterscheidet Typ-1-Diabetes von Typ-2-Diabetes?

  2. Wie kann CBD bei Diabetes helfen?

  3. Problemfelder bei der Diabetes-Behandlung mit CBD

  4. Was sagen Studien zu diesem Thema?

  5. CBD bei Diabetes: sinnvoll oder nicht?

Was unterscheidet Typ-1-Diabetes von Typ-2-Diabetes?

Diabetes vom Typ 2 galt lange als “Altersdiabetes”. Das ist nicht mehr haltbar, da immer jüngere Menschen an diesem Diabetes-Typ erkranken. Ursächlich für Diabetes Typ 2 ist eine zucker- und kohlenhydratreiche Ernährungsweise. Neben der ungesunden Lebensweise können familiäre Faktoren, Übergewicht, chronischer Bewegungsmangel, hohe Blutfettwerte und Bluthochdruck die Krankheitsentstehung begünstigen.
Beim Diabetes vom Typ 1 steht Insulinmangel durch eine defekte Bauchspeicheldrüse im Vordergrund. Die Erkrankung an “juvenilem” Diabetes beginnt oft in jungen Jahren. Oftmals wird dieser Diabetes als Autoimmunerkrankung angesehen. Erwachsene Typ-1-Diabetiker können von der Diabetes-Sonderform “Lada” betroffen sein. Die Bauchspeicheldrüse der Betroffenen stellt plötzlich kein Insulin mehr her. Die Diabetes-Form “Mody” betrifft junge Menschen. Die Zellen der Bauchspeicheldrüse stellen wegen eines Defekts kein Insulin mehr her.
Ein “Pankreopriven-Diabetes” beruht auf verklemmten Gallensteinen oder einem Bauchspeicheldrüsen-Tumor. In der Schwangerschaft kann es vorübergehend zum “Gestations-Diabetes” kommen.

CBD für Querdenker von Breathe Organics

Wie kann CBD bei Diabetes helfen?

Im Zuge des CBD-Hypes kam die Frage auf, inwieweit CBD bei Diabetes-Betroffenen als Begleittherapie eingesetzt werden könnte.
Diese Frage geht insbesondere in die Richtung der Typ-1-Diabetiker. Wegen der entzündeten Bauchspeicheldrüse (Insulitis) wird nur wenig bis gar kein Insulin mehr ausgeschüttet. Hier könnten die entzündungshemmenden Eigenschaften des CBS nützlich werden. Der Gedanke dahinter ist, dass eine Hemmung der Entzündung möglicherweise die Insulinproduktion abkurbelt.
Typ-2-Diabetiker haben ebenfalls mit Entzündungen, Durchblutungsstörungen und Nervenschmerzen zu tun. Diese entstehen als Folge eines dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegels. Auch bei Übergewicht könnte eine Begleitbehandlungen mit CBD sinnvoll sein. CBD wirkt appetithemmend und anregend auf die Verdauung. Die nachweislich entzündungshemmenden, neuroprotektiven und zellschützenden Eigenschaften von Cannabidiol (CBD) könnten beim Typ-2-Diabetes hilfreich sein. CBD könnte zur Stabilisierung von Blutzucker und Blutfettwerten beitragen. Cannabidiol trägt außerdem zu einem niedrigen Blutdruck bei. Alle genannten Faktoren spielen bei Diabetes-Betroffenen des Typs 2 eine Rolle.

Problemfelder bei der Diabetes-Behandlung mit CBD

Eine alleinige Behandlung mit Cannabidiol ist nach bisherigen Erkenntnissen ausgeschlossen. Bestenfalls hat CBD als Begleittherapie einen Nutzen. Noch gibt es zu viele offene Fragen.
Beispielsweise ist nicht bekannt, wie viele CB-Rezeptoren im Endocannabinoid-System die Bauchspeicheldrüse betreffen. Fragen der CBD-Dosierung sind für Diabetes ungeklärt. Bisher können nur allgemeine Empfehlungen abgegeben werden. Ein weiterer Faktor, der über den Nutzen einer Begleitbehandlung mit CBD entscheiden könnte, liegt in Schwere und Fortschritt der Diabetes-Erkrankung. Wie die Insulintherapie auch, muss CBD bei Diabetikern vermutlich individuell dosiert werden. Einen Ersatz für die Gabe von Metformin oder Insulin kann CBD auf keinen Fall darstellen.
Es ist jedoch möglich, dass CBD bei den Frühstadien einer Diabetes-Erkrankungen eine entzündungshemmende Wirkung entfaltet. Möglicherweise könnte die Bauchspeicheldrüse einen Teil der eingestellten Aktivität wieder aufnehmen. Nachfolgend könnte die benötigte Insulindosis geringer ausfallen. Das hat jedoch der behandelnde Arzt festzustellen.

Was sagen Studien zu diesem Thema?

Zwar liegen diverse Studien zum Thema CBD und Diabetes-Behandlung vor. Es handelt sich dabei jedoch meist um Laborstudien oder Tierstudien. Bisher liegen keine Langzeitstudien mit einer ausreichenden Probandenzahl von Diabetikern vor. Erkenntnisse über die Wirkungen von CBD beim Menschen entstammen bisher ausschließlich kleinen Kurzzeitstudien mit wenigen Probanden.
Der Mangel an gesicherten Erkenntnissen relativiert alle konkret klingenden Aussagen, die irgendwo gemacht werden. Wer CBD bei Diabetes einnehmen möchte, tut dies bisher in Eigenregie und eigenverantwortlich. Tierstudien aus dem Jahre 2006 haben ergeben, dass CBD die Symptome der Zuckerkrankheit bei Labormäusen abmildern konnte. Eine kleine präklinische Studie am Menschen aus dem Jahre 2010 legt nahe, dass CBD für Diabetiker gut verträglich ist.
Laut dieser Studie können entzündungsbedingt auftretende diabetische Folgeerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Probleme durch CBD-Gaben verringert werden. Zurückgeführt wird das auf die anti-oxidativen und entzündungshemmenden Effekte des Cannabidiols. Notwendig wäre eine langfristige CBD-Einnahme. Eine Studie aus dem Jahr 2019 bestätigt, dass die entzündungshemmenden und neuroprotektiven Eigenschaften von CBD Diabetikern nützen können. Bislang vermuten die Forscher, dass hochwertiges Vollspektrum CBD Öl die besten Wirkungen hat.
CBD Öl sollte sublingual eingenommen werden. Es wird unter die Zunge geträufelt und von der Mundschleimhaut absorbiert. Dabei geht weniger Wirkstoff verloren als bei der oralen CBD-Aufnahme. Wird jedoch keine Umstellung des Ernährungsverhaltens und des Lebensstils vorgenommen, kann die Begleittherapie mit CBD wahrscheinlich keine optimalen Ergebnisse erzielen.

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CBD bei Diabetes: sinnvoll oder nicht?

Bislang liegen keine ausreichenden Erkenntnisse über die Wirkungen, die sinnvollen Dosierungen oder die Folgen einer Langzeit-Begleitbehandlung bei Typ-2-Diabetes oder Typ-1-Diabetes vor. Es können vorerst nur allgemeine Aussagen über einen Nutzen von CBD-Präparaten getroffen werden. Diabetes-Betroffene berichten in Foren, dass ihnen CBD auf lange Sicht geholfen hat. Es senkte den Blutzuckerspiegel um 10-15 Prozent ab, hemmte den Appetit und führte zu besserem Schlaf. Andere Diabetiker halten CBD für nutzlos.
Ohne eine konsequente Einschränkung der aufgenommenen Kohlenhydrate bleibt der Blutzuckerspiegel nicht stabil. Außerdem sollten Übergewicht abgebaut und die Bewegungsintensität erhöht werden. Den Anwendungen des behandelnden Arztes bezüglich einer Metformin- oder Insulin-Therapie ist Folge zu leisten. Wenn jemand zusätzlich CBD einnehmen möchte, kann das durchaus einen Nutzen entfalten.
Der Vorteil von CBD ist, dass Cannabidiol relativ geringe Nebenwirkungen hat. Es sind allerdings Wechselwirkungen zu beachten, die regelmäßige eingenommene Medikamente wie Blutverdünner betreffen. Gesichert ist bisher, dass CBD gut gegen die Nebenwirkungen der verordneten Diabetes-Medikamente eingesetzt werden kann. Wenn infolge von Metformin-Gaben Übelkeit, Schwindel oder Magenkrämpfe auftreten, kann CBD diese Beschwerden effektiv lindern. Das bestätigen auch einige Studien.
Aktuelle Erkenntnisse weisen außerdem darauf hin, dass das menschliche Endocannabinoid-System den Energiestoffwechsel, bestimmte Hormontätigkeiten oder die Empfindlichkeit von Insulinreaktionen reguliert. Demnach kommt also körpereigenen Endocannabinoiden durchaus eine wichtige Rolle bei Insulin-bedingten Reaktionen zu. Das wiederum spricht dafür, dass auch von außen zugeführtes Cannabidiol solche Funktionen wahrnehmen oder verbessern kann.
Ungeachtet dessen ist es jedoch weiterhin ungeklärt, wie ein Nahrungsergänzungsmittel wie CBD bei Typ-1-Diabetes, Diabetes vom Typ 2 oder bei den Sonderformen der Diabetes-Erkrankungen wirkt. Aus diesem Grund sind die Schulmediziner bisher skeptisch gegenüber solchen Begleitbehandlungen. Es mangelt aus ihrer Sicht an verlässlichen medizinischen Leitlinien und gesicherten Erkenntnissen zum Nutzwert von CBD. Zudem ist unbekannt, wie der im CBD Öl enthaltene THC-Restgehalt oder die anderen Cannabinoide bei einer Langzeiteinnahme von CBD-Präparaten wirken.
Problematisch ist aus Sicht der Mediziner außerdem, dass jede Menge haltloser Versprechen bezüglich des Nutzwerts von CBD bei Diabetikern abgegeben werden. Auch wenn sich aus Labor- oder Tierstudien andeutet, dass CBD auch für Diabetiker oder Prä-Diabetiker einen Nutzen haben könnte, sollten weitere Studien abgewartet werden. Bestätigt sich, dass CBD Diabetes-Erkrankungen verhindern oder verzögern kann, Diabetes-Symptome verbessert und der Insulitis vorbeugen könnte, wäre das ein Meilenstein in der Diabetes-Behandlung.

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