Die Gürtelrose oder auch Herpes Zoster ist eine Hauterkrankung, welche sich optisch durch eine gerötete Hautabzeichnet, die gleichzeitig mit kleinen Bläschen behaftet ist. Dabei zieht sich der Ausschlag ähnlich wie ein Gürtel um den Körper und tritt nicht flächig sondern bandförmig auf. Die Viren gelangen dann über die Nervenfasern hin zur Hautoberfläche. Die Gürtelrose kann an allen Körperstellen auftreten und zu starken Schmerzen führen. Bei einem schweren Krankheitsverlauf können ernsthafte Folgen entstehen. In den meisten Fällen ist aber nur eine Körperhälftevon der Gürtelrose befallen. Charakteristische Stellen sind aber der Brustkorb oder auch der Rumpf. In den Bläschen befindet sich ein Sekret, welches ansteckend ist. Die Gürtelrose gehört deshalb zu den Infektionskrankheiten. Die Infizierung erfolgt dabei über eine Schmierinfektion, also über einen direkten Kontakt oder infizierte Gegenstände. Auch außerhalb des Körpers können die Viren einige Zeit überleben. Typischerweise sind die Region der Arme und Beine sowie der Brust betroffen. Es kann sich aber auch eine Gürtelrose am Kopf, im Gesicht, an den Ohren, den Augen, dem Genitalbereich oder dem gesamten Nervensystem bilden.

Ursachen einer Gürtelrose

Einer Gürtelrose geht in der Regel eine Infektion mit Windpocken-Viren voraus. Windpocken treten meistens im Kindesalter auf. Der Virus, der für diese Erkrankung verantwortlich ist, ist der Varizella-Zoster-Virus. Nach dieser Erkrankung können noch Viren im Körper überleben. Die sich dann noch im Körper befindlichen Viren werden später möglicherweise reaktiviert und treten dann in Form einer Gürtelrose auf. Bevor die Gürtelrose ausbricht, lagern sich die Viren in den Spinalganglien des Rückenmarks ab. Der Virus bricht meist dann aus, wenn das Immunsystem geschwächtist. Junge Menschen sind eher seltener betroffen. Meist ereilt einen die Gürtelrose erst im höheren Alter ab ca. 50 Jahren, da hier das Immunsystem nicht mehr so leistungsstark ist. Die Anzahl der Immunzellen selbst sinkt und auch deren Variabilität. Der Mensch wird insgesamt schneller krank und auch die Genesung dauert länger. Zudem verfügt der Körper über sogenannte Gedächtniszellen. Diese erinnern sich an bestimmte Erkrankungen, die das Immunsystem in der Vergangenheit schon einmal bekämpfen musste. Dadurch kann eine schnellere Heilung erfolgen. Im Alter nimmt die Anzahl dieser Gedächtniszellen jedoch auch ab. Grundsätzlich kann das Immunsystem auch krankheitsbedingt geschwächt sein. Auch dann haben die Varizella-Zoster-Viren leichtes Spiel. Eine typische Grunderkrankung kann Rheuma sein, da hier Therapien angewendet werden, die das Immunsystem beeinträchtigen. Ein geschwächtes Immunsystem haben aber auch Krebspatienten sowie Menschen, die an AIDS oder Leukämie leiden. In diesen Fällen kann das Virus lebensbedrohlich werden.

Symptome einer Gürtelrose

Bei einer Gürtelrose kommt es zu einigen charakteristischen Symptomen. Diese befallen die Betroffenen nur lokal an den Stellen, an denen die Gürtelrose ausgebrochen ist. Zunächst klagen die Patienten über Abgeschlagenheit und Müdigkeit. Hinzu kommen kann dann in manchen Fällen noch eine leicht erhöhte Temperatur. Die betroffenen Hautstellen fangen nach kurzer Zeit meist an zu jucken und weh zu tun. Die charakteristischen Hautveränderungen kommen meist ein paar Tage nach Eintritt der ersten Symptome auf. Hierzu gehören eine gerötete Haut und die Bildung vieler kleiner Bläschen. Die Bläschen häufen sich meist auf einem Fleck oder bilden optisch eine Rosette. Zudem kann sich hier Blut ansammeln. Typischerweise platzen die Bläschen nach kurzer Zeit auf und es bilden sich kleine Krusten. Zum Teil hinterlassen sie dann Narben oder die Hautstellen verfärben sich in Form einer Pigmentierung oder Depigmentierung. Bis der Ausschlag komplett verheilt ist, kann es bis zu vier Wochen dauern.
Die Gürtelrose kann auch zu Komplikationen führen. Typische Bereiche, in denen die Gürtelrose auftritt, sind Arme und Beine, Bauch, Brust, Rücken und der Kopf. Sind die Hirnnerven beteiligt, so kann sich die Infektion auch auf die Augen oder die Ohren ausbreiten. Besonders wenn die Hornhaut oder auch die Regenbogenhaut befallen sind, können bleibende Schäden entstehen, die das Sehvermögen beeinträchtigen. Im schlimmsten Fall kann die Erkrankung zur Erblindung führen. Tritt die Gürtelrose in der Region der Ohren auf, so kann es bei Komplikationen zu einer Gesichtslähmung kommen. Ist das Immunsystem stark geschwächt, so kann sich die Infektion auf den gesamten Körper ausweiten und zur Lebensgefahr führen. Weiter kann sich in schlimmen Fällen eine Hirnhautentzündung herausbilden. Besonders für Erwachsene kann eine Gürtelrose eine ernsthafte gesundheitliche Gefährdung bedeuten. Die Schmerzen können hier sogar chronisch werden. Kinder hingegen verarbeiten die Erkrankung meist schnell und rückstandslos.

Die herkömmliche Behandlung

Die Behandlung der Gürtelrose erfolgt in der Regel symptomatisch. Dabei können die Symptome wie Schmerzen und juckende Hautpartien gelindert werden. Ist das Immunsystem sehr geschwächt, so erfolgt eine antivirale Therapie. Grundsätzlich muss eine Gürtelrose zeitnah behandelt werden. Dies bedeutet, dass entsprechende Maßnahmen innerhalb von drei Tagen ergriffen werden sollten. Dies steigert den Behandlungserfolg grundlegend. Grundsätzlich können Schmerzmittel verabreicht werden sowie antiseptische Lösungen, die die Bläschen austrocknen. Die Medikamente werden direkt auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen. Gleichzeitig können Medikamente eingenommen werden, die den Virus eindämmen und einer Vermehrung entgegenwirken. Hierbei handelt es sich um sogenannten Virustatika. Sie unterstützen auch die schnellere Abheilung der Bläschen. Darüber hinaus können auch Antiepileptika und Antidepressiva verabreicht werden.
Damit sich die Gürtelrose erst gar nicht entwickeln kann, sollte man sich impfen lassen. Durch die Impfung wird das Risiko gesenkt, dass die Viren im Körper reaktiviert werden und so eine Gürtelrose entstehen kann. Impfen lassen können sich Menschen ab 50 Jahren. Die Impfung erfolgt einmalig.

Gürtelrose behandeln mit Cannabis

Alternativ zu den klassischen Behandlungsmethoden kann man bei einer Gürtelrose auch eine Therapie mit Cannabis einleiten. Die Einnahme von Cannabis gegen Gürtelrose hilft vor allem gegen die Schmerzen. Bei Cannabis handelt es sich um Hanf. Cannabis findet vor allem in der Homöopathie schon seit Jahrhunderten Anwendung. Daneben ist es natürlich auch als Rauschmittel bekannt. Hierfür verantwortlich ist der Inhaltsstoff THC. THC kann aber auch im medizinischen Bereich verwendet werden. Bei der Behandlung einer Gürtelrose kann Cannabis vor allem die Schmerzen lindern. Auch bei nervlichen Entzündungen ist Hanf gegen Gürtelrose sehr effektiv. Die Wirkweise ist deutlich stärker als bei Codein. Allerdings wirkt Cannabis nicht antiviral. Es werden lediglich die Symptome abgemildert. Durch den gelinderten Schmerz kann sich aber auch der Krankheitsverlauf verkürzen. Zudem gibt es Vermutungen dahingehend, dass Hanf gegen Gürtelrose auch eine entzündungshemmende Wirkung hat. Dadurch, dass die Gürtelrose auch zu Entzündungen im Bereich der Nervenbahnen führt, kann Cannabis auch hier den Verlauf positiv unterstützen.

Fazit

Die Gürtelrose behandeln mit Cannabis ist noch nicht sehr weit verbreitet und es fehlen noch aussagekräftige Studien, die die Wirkung bestätigen. Aufgrund der Erfahrungen mit Cannabis im medizinischen Bereich und den Erfolgen bei anderen Erkrankungen sowie Tests mit Probanden kann Cannabis als Mittel gegen die Gürtelrose durchaus eine Alternative zu Schulmedizin sein. Dies gilt vor allem für die Linderung der Symptome und die Unterstützung einer schnelleren Heilung. Besonders die typischen Schmerzen, die mit der Erkrankung einhergehen, können durch das in Cannabis enthaltene THC gesenkt werden.

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